Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der r2:finance GmbH

1. Gegenstand des Vertrags

1.1. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Leistungen der r2:finance GmbH (nachfolgend „Beratungsgesellschaft“ genannt) sind Bestandteil aller Angebote, Terminvereinbarungen, Auftragsbestätigungen und Verträge und regeln die Erbringung von Schulungs- und Beratungsleistungen. Art und Umfang der Vertragsleistungen und die Teilnahmevoraussetzungen sind in der jeweiligen veröffentlichten Angebotsbeschreibung bzw. der Website enthalten. Vertragspartner sind die Beratungsgesellschaft sowie der zu der Schulungs- und Beratungsleistung angemeldete Teilnehmer (nachfolgend „Kunde“ genannt).

1.2. Die erbrachten Schulungs- und Beratungsleistungen stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Die dargestellten Analysen, Techniken und Methoden dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Sie sollen lediglich eine selbstständige Anlageentscheidung des Kunden erleichtern und ersetzen nicht eine anleger- und anlagegerechte Beratung.

2. Qualität

2.1. Die Beratungsgesellschaft erbringt ihre Schulungs- und Beratungsleistungen sorgfältig und gemäß den allgemein üblichen Qualitätsstandards für Beratungsleistungen.

2.2. Für die Nutzung, Anwendung und Umsetzung der Schulungs- und Beratungsergebnisse trägt der Kunde (Auftraggeber) die alleinige Verantwortung. Eventuelle Schadensersatzansprüche seitens des Auftraggebers, seiner Mitarbeiter oder Dritter sind, soweit dies gesetzlich zulässig ist, ausdrücklich ausgeschlossen.

2.3. Mögliche Fehler und Mängel in den Schulungs- und Beratungsleistungen, die unzweifelhaft durch die Beratungsgesellschaft verursacht worden sind, werden von der Beratungsgesellschaft auf eigene Kosten korrigiert. Diese Korrektur umfasst abschließend das Abändern von Berichten und Stellungnahmen und soweit nötig das Führen von Gesprächen. Weitergehende Schadenersatzansprüche werden ausdrücklich ausgeschlossen.

3. Vertraulichkeit

3.1. Die Beratungsgesellschaft behandelt alle Firmen- und persönlichen Daten, die sie im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit erfährt oder ermittelt absolut vertraulich. Sie gibt sie nicht ohne schriftliche Genehmigung des Kunden an Dritte weiter. Zulässig ist allerdings die Nennung von Kundennamen im Sinne einer allgemeinen Referenz.

3.2. Wenn im Rahmen von Aufträgen persönliche Daten ermittelt werden, so betrachtet die Beratungsgesellschaft die jeweiligen Einzelpersonen als die einzig berechtigten Empfänger dieser Informationen, unabhängig davon, wer den Auftrag erteilt hat.

3.3. Ein Abweichen von der in Punkt 3.2. genannten Vorgehensweise ist erlaubt, wenn in für alle Beteiligten erkennbarer Weise ein anderes Vorgehen sinnvoll und explizit so vereinbart ist. Wenn den betreffenden Mitarbeitern das abweichende Vorgehen vorher mitgeteilt worden ist, und sie keinen Widerspruch einlegen, gilt diese Vorgehensweise als akzeptiert.

3.4. Jeder Kunde verpflichtet sich mit Auftragserteilung, nach außen Stillschweigen über jedwede ihm im Rahmen der Schulungs- und Beratungsleistung bekannt werdende Information zu wahren.

4. Datenschutzklausel

Die Beratungsgesellschaft ist berechtigt, mit Beginn der Geschäftsbeziehung zum Kunden Daten, die auch personenbezogen sein können, über die Aufnahme und die Durchführung der Geschäftsbeziehung gemäß § 28 BDSG intern zu speichern, für die Bearbeitung Auftrags und interne Zwecke zu nutzen.

5. Verrechnung

5.1. Wenn nicht ausdrücklich anders vereinbart, werden alle Leistungen von der Beratungsgesellschaft nach Aufwand verrechnet.

5.2. Wenn nicht ausdrücklich anders vereinbart, gelten die Honorarsätze und Preise gemäß der aktuell gültigen Honorarliste der Beratungsgesellschaft.

5.3. Zusätzlich zu den Honoraren werden, wenn nicht ausdrücklich anders vereinbart, verrechnet: angemessene Reise-, Verpflegungs- und Unterkunftskosten sowie die zur Auftragserfüllung notwendigen Fremdkosten. Alle Kosten werden zu Originalpreisen an den Auftraggeber weiterberechnet. Für alle Kosten gilt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

6. Auftragserteilung

6.1. Ein Auftrag gilt als erteilt, wenn

6.1.1. eine schriftliche Auftragsbestätigung oder Terminreservierung vorliegt.

6.1.2. eine Rahmenvereinbarung oder Rahmenauftragsbestätigung vorliegt und das weitere Vorgehen in separaten Plänen (z.B. Projektplänen) geregelt wird. Die gemäß gültigem Projektplan reservierten Termine, nicht-terminierten Arbeitstage oder sonstigen Ressourcen gelten als erteilte Aufträge.

6.1.3. ein Anmeldeformular durch den Kunden in elektronischer Form, oder Schriftform ausgefüllt und abgesendet wurde und eine Anmeldebestätigung (PDF per E-Mail) durch die Beratungsgesellschaft erfolgt ist.

7. Annullierung von Aufträgen durch den Kunden

7.1. Tritt der Kunde von seinem Auftrag zurück, so hat er der Beratungsgesellschaft bereits geleisteten Aufwand zu bezahlen.

7.2. Zudem schuldet er der Beratungsgesellschaft eine Entschädigung für die entgangenen Umsätze, welche vom Zeitpunkt der Auftragserteilung und dem Zeitpunkt des Rücktritts abhängen. Diese Entschädigung wird unabhängig davon fällig, ob es der Beratungsgesellschaft gelingt, im fraglichen Zeitraum einen anderen Auftrag zu akquirieren oder nicht.

7.3. Wenn die Auftragserteilung 3 Monate oder länger vor dem definierten Starttermin des Auftrags erfolgt ist, so werden folgende Zahlungen fällig:

  • 25 % bei Annullierung mehr als 90 Tage vorher.
  • 50 % bei Annullierung 61 – 90 Tage vorher.
  • 75 % bei Annullierung 31 – 60 Tage vorher.
  • 100 % bei Annullierung 30 Tage vorher oder kürzer.

7.4. Die Ansätze gemäß 7.3 kommen auch zur Anwendung, wenn die Beratungsgesellschaft einen Auftrag nicht ausführen kann, weil der Kunde Leistungen nicht erbracht oder Voraussetzungen nicht erfüllt hat, die zur Auftragserfüllung durch die Beratungsgesellschaft notwendig waren (z.B. Lieferung von Daten, Seminarteilnehmer sind nicht anwesend oder in einer Anzahl anwesend, welche die Durchführung eines Seminars in der ursprünglich vorgesehenen Weise nicht möglich macht).

7.5. Falls es in beiderseitiger Zustimmung gelingt, innerhalb von zwei Monaten einen Ersatztermin für die Erfüllung zu vereinbaren, entfallen die Zahlungen gemäß 6.3. Erfolgte Zahlungen können für einen gleichartigen Auftrag verrechnet werden, falls dieser innerhalb zwei Monate nach dem abgesagten Auftrag zustande kommt.

8. Annullierung von Aufträgen durch die Beratungsgesellschaft

8.1. Kann die Beratungsgesellschaft einen Auftrag aus Gründen nicht erfüllen, auf die sie keinen Einfluss hat, insbesondere Unfall oder Krankheit des betreffenden Beraters, Ausfall von Beförderungsmitteln, etc., so kann der Kunde keinen Schadenersatz geltend machen.

8.2. Die Beratungsgesellschaft verpflichtet sich in solchen Fällen, den Auftrag nach Möglichkeit mit einem anderen Berater zu erfüllen oder – sollte dies nicht möglich oder vom Kunden nicht gewünscht sein – zum nächstmöglichen Termin nachzuholen.

9. Geistiges Eigentum

9.1. Die Beratungsgesellschaft verwendet für die Erfüllung der Geschäftszwecke allgemein zugängliches Fach- und Methodenwissen, aus anderen Quellen übernommenes Wissen und von ihr selbst entwickeltes, weiterentwickeltes und auf die besonderen Kundenverhältnisse angepasstes Wissen.

9.2. Wird Fach- und Methodenwissen aus anderen Quellen übernommen, so wird dies im Sinne eines Zitats deklariert, oder es besteht zwischen der Beratungsgesellschaft und dem Inhaber des Copyrights eine entsprechende Vereinbarung.

9.3. Auf all ihre Unterlagen beansprucht die Beratungsgesellschaft das Urheberrecht. Ausgenommen sind deklarierte Elemente gemäß Punkt 9.2.

9.4. Die Verwendung von Unterlagen von der Beratungsgesellschaft, sei es zu kommerziellen oder nicht-kommerziellen Zwecken, ist nur gestattet mit dem ausdrücklichen Einverständnis von der Beratungsgesellschaft oder im Rahmen einer Lizenzvereinbarung.

10. Lizenzen

10.1. Lizenzvergaben erfolgen im Rahmen einer speziellen Lizenzvereinbarung, welche auch Bestandteil einer Auftragsbestätigung sein kann.

10.2. Lizenzen berechtigen den Lizenznehmer, je nach Vereinbarung, zur exklusiven oder nicht-exklusiven Nutzung von Unterlagen, Methoden oder anderem Know-how von der Beratungsgesellschaft.

10.3. Der Lizenznehmer darf das Know-how anpassen, verändern und ergänzen, soweit das für die Erfüllung des ursprünglichen Zwecks nötig und sinnvoll ist. Er informiert den Lizenzgeber über derartige Veränderungen und lässt sich bei grundlegenden methodischen Fragen vom Lizenzgeber auf eigene Kosten beraten.

10.4. Der Lizenzgeber steht dem Lizenznehmer für Ausbildung, Coaching, Fehlerbehebung, Beratung und Weiterentwicklung während 5 Jahren ab Abschluss der Lizenzvereinbarung zur Verfügung.

10.5. Fehler und Mängel, die eindeutig durch den Lizenzgeber verursacht worden sind, werden vom Lizenzgeber während 1 Jahr nach Abschluss des Auftrags auf seine Kosten behoben. Weiter gehende Schadenersatzansprüche werden ausdrücklich ausgeschlossen.

10.6. Veränderungen, Weiterentwicklungen und Beratungen, welche aus anderen Gründen notwendig werden oder vom Lizenznehmer gewünscht werden, erfolgen auf Kosten des Lizenznehmers.

10.7. Es ist dem Lizenznehmer nicht gestattet, das Know-how an Dritte außerhalb des Unternehmens weiterzugeben, sei es in der ursprünglich gelieferten oder in einer nachfolgend gemäß Punkt 10.2 modifizierten Form. Es spielt keine Rolle, ob die Weitergabe gegen Entgelt (kommerziell) oder unentgeltlich (nicht-kommerziell) erfolgt ist.

10.7.1. Insbesondere darf der Lizenznehmer das Know-how oder Teile davon nicht an Personen weitergeben, die nicht Mitarbeiter des Lizenznehmers sind (Außenstehende). Als Außenstehende gelten auch Mitarbeiter des Konzerns, zu dem der Lizenznehmer allenfalls gehört, oder Mitarbeiter von zu einem solchen Konzern gehörenden, juristisch selbstständigen Firmen.

10.7.2. Verboten ist jede Form der Weitergabe des Know-hows unabhängig vom Medium. Insbesondere nicht gestattet ist demnach das mündliche Weitergeben, dasjenige in schriftlicher Form oder auf irgendeinem Datenträger.

10.7.3. Der Lizenznehmer trifft geeignete Vorkehrungen zum Schutz des Know-hows. Insbesondere stellt er sicher, dass Außenstehende keinen Einblick in das Know-how haben.

11. Weitere Vereinbarungen

11.1. Der Verweis auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Internet gilt als der postalischen Zustellung gleichwertig, unabhängig davon, ob dieser Verweis postalisch, via E-Mail oder auf elektronischem Weg erfolgt ist. Ohne den ausdrücklichen Gegenbericht des Adressaten gilt die Kenntnisnahme der Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Internet als erfolgt. Sollte die Kenntnisnahme im Internet aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein, so ist der Adressat verpflichtet, der Beratungsgesellschaft dies mitzuteilen, damit die Beratungsgesellschaft ihm die AGB in ausgedruckter Form zustellen kann.

11.2. Es kommt ausschließlich deutsches Recht zur Anwendung.

11.3. Ausschließlicher Gerichtsstand ist Zwickau.

11.4. Salvatorische Klausel: Sofern einzelne Formulierungen oder Teile dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen der geltenden Rechtslage nicht mehr oder nicht mehr vollständig entsprechen, bleiben die übrigen Teile dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen davon unberührt.